18.01.2017

Ein kleines Detail zum Weihnachtsgottesdienst

Die Vorbereitung meiner Kindergartenkinder (acht Jungs und ein Mädchen) hat mich herausgefordert. Wie begeistert man acht sportliche Buben bei einem Krippenspiel davon, ein Engeli zu spielen? Da denkt man doch eher an blondgelockte, herzige Mädchen mit einem sanften Lachen!

Ich suchte in der Bibel nach Engelsgeschichten, die für kleine Buben Vorbilder sein könnten. In der Wohnung von Hirzels fand ich dann auch ein Gemälde eines Engels, das meiner Vorstellung für einen kräftigen, mutigen und zeitgemässen Engel entsprach.

Mit dem Engelsbild unter dem Arm und der Geschichte vom Engel, der dem Zacharias begegnete, warb ich um die Begeisterung der Kinder. Und während dem Erzählen wuchs der Engel, von dem ich sprach, zu einem kräftigen Wesen, das immer gerufen wurde, wenn ganz wichtige Dinge geschehen sollten. Wir stellten uns vor, wie er den Auftrag fasste, dem Zacharias zu begegnen. Und warum ist Zacharias so erschrocken (Lukas 1,12)? Natürlich, weil der Engel gross und stark und hell war, und mit einer kräftigen Stimme sprach.

«Wer von euch möchte auch ein Engel sein, der bei dem wichtigen Ereignis vom Weihnachtsgottesdienst mithelfen wird?»,  fragte ich. Keine Hand blieb unten.

Wer an einem der beiden Abende dabei war, erinnert sich sicher noch an die neun starken und wildentschlossenen Engel. Fast unermüdlich schwebten sie im Saal herum, sangen im Chor mit und «beengelten» die vielen Besucher.

Jedes Jahr freue ich mich, dass die ganz kleinen SchülerInnen in der ganz grossen Aufführung einen Platz haben. Danke Cathy und Patrik Hirzel, dass ihr das immer wieder neu erfindet!

 

Erika Zürcher