10.08.2016

Was ist eine gute Schule?

Teil 3|3

Was macht eine Schule zu einer guten Schule? Engagement, Ausbildung, respektvolle Zuneigung Ich denke, damit gute Schule gelingen kann, braucht es vonseiten der Lehrpersonen und der Schulleitung ein hohes Engagement, eine gute fachliche, pädagogische  didaktische Ausbildung. Es braucht aber noch viel mehr wohlwollende, die einzelnen Schüler in ihrer Eigenart und Einzigartigkeit respektierende Zuneigung. Eine gute Schule ist geprägt von einer positiven Kultur, die gelebt wird und von Ich denke, damit gute Schule gelingen kann, braucht es vonseiten der Lehrpersonen und der Schulleitung ein hohes Engagement, eine gute fachliche, pädagogische und didaktische Ausbildung. Es braucht aber noch viel mehr, damit der Unterricht für Schüler spannend, anregend, erfreulich und erfolgreich sein kann: Neben einer guten Infrastruktur, guter Organisation und fachlich interessantem Unterricht allen erlebt werden kann. 

Schulkultur Was beinhaltet eine solche gute Kultur? Damit respektvolle Zuneigung der Lehrerpersonen zu ihren Schülern gelebt werden kann, braucht es einen Raum der Geborgenheit, d. h. der Sicherheit durch förderliche Strukturen, Leitplanken und Spielregeln. Jeder normale Schultag, jede Schulstunde bieten Gelegenheit, innerhalb dieses Zusammenspiels von Zuneigung, Leitung und Begleitung Neues zu entdecken und sich selbst, andere Menschen, die Welt und die umgebende Gesellschaft kennen zu lernen.  In einer solchen gemeinsam gelebten Kultur der gegenseitigen Wertschätzung haben auch Debatten, Diskussionen, Auseinandersetzungen, Streitgespräche, starke Emotionen, auch Versagen und Misserfolge ihren Platz.  Erfolge und Misserfolge von Schülern und von Lehrpersonen werden wahrgenommen und, wenn nötig, besprochen. Die Schule hat gute Instrumente, um Probleme und Erfolge von Schülern, Klassen und Lehrpersonen zu erkennen und zu besprechen und um diese auszuwerten. Solche Feedback-Gespräche werden genutzt, um Lösungen zu finden und um in einem Bereich weiter zu kommen. So können Lernende und Lehrende motiviert werden, ihren Horizont und ihre soziale Kompetenz zu erweitern und ihre Ziele zu erreichen. 

Schulentwicklung An einer guten Schule pflegt die Schulleitung mit den Lehrpersonen, der Schulbehörde und den Eltern eine Feedbackkultur, um die Schule als lebendigen Organismus weiter zu entwickeln. Sie orientiert sich an ihren Zielen für eine gute Zukunft. Sie fördert nicht nur die Schüler, sondern auch ihre Mitarbeitenden. Sie schafft in der ganzen Schule ein Klima der Kreativität, der Freude an guten Veränderungen. Sie stellt sich den sich verändernden Herausforderungen und Erwartungen der Gesellschaft, z. B. dem Umgang mit digitalen Medien und dessen Auswirkung auf den Lebensstil. Eine solche lebendige, aufmerksame, freundliche und zielorientierte Schulkultur ist für alle Beteiligten spürbar und erlebbar. Sie lässt sich mit einem Wohlgeruch, einem Duft vergleichen, der das ganze Schulhaus, alle Bereiche des Schullebens durchdringt.

Margrit Baumann, Mitglied des Vorstands der Schulkooperative, August 2016