Geschichte

Gechichte Titelbild.jpg
 
 
K.png

kleine anfänge

1997 wurde die Schulkooperative Biel mit fünfzehn Schülerinnen und Schülern gegründet, und zwar an das Modell der klassischen Privatschule und des vor allem im englischen Sprachraum verbreiteten “Homeschooling” (Privatunterricht zu Hause) angelehnt. Für die Eltern der Kinder der 1.-4. Klasse war die Gründung einer Schule - mit angestellten Lehrpersonen und einem hohen Engagement ihrerseits - ein mutiger Schritt, den sie aber mit voller Überzeugung wagten.

Schrittweise entwickelte sich die Schulkooperative bis 2002 zu einer die ganze obligatorische Schulzeit abdeckenden Schule. 2007 bestand die Schülerschaft dann aus rund 100 Kindern, von der Spielgruppe zum Kindergarten bis hin zur 9. Klasse. Die ersten zehn Jahre und die Entwicklung der Schulkooperative zeigten, dass die Schule kein vorübergehendes Phänomen mehr war, sondern auch in Zukunft ihren Beitrag zum Bildungssystem des Kantons Bern leisten und eine wichtige Alternative darstellen würde.  

 
S.png

STATUSänderung und Strahlkraft

Im Rahmen der Revision des bernischen Volksschulgesetzes wurde die Schulkooperative im Mai 2007 mit anderen Privatschulen vom Erziehungsdirektor Bernhard Pulver zu einem Gespräch eingeladen. Mit der Revision des Gesetzes überdachte der Kanton unter anderem seine Haltung gegenüber Privatschulen. Im November 2007 und Februar 2008 wurde der Status der Privatschulen dann im Grossrat diskutiert und die Schulkooperative von einigen Votanten und vom Regierungsrat als positives Beispiel einer Privatschule erwähnt. Die Einbindung von Unterrichtenden ohne staatliches Lehrdiplom - fundamentales Prinzip der Schulkooperative - wurde anerkannt. Das grosse ehrenamtliche Engagement führte schliesslich 2012 zur Steuerbefreiung: Die Schulkooperative wurde als gemeinnütziger Verein eingestuft, d.h. dass Spender und Gönnerinnen der Schulkooperative seither ihre Beiträge den Steuern abziehen können.

Die gemeinsamen Anstrengungen der drei Privatschulen SalZH in Winterthur, Visionja in Herisau und der Schulkooperative Biel führten im November 2010 zur Gründung der Initiative für christliche Bildung (ICB), die heute zehn Privatschulen aus der Deutschschweiz verbindet.

 
M.png

Multiplikation

2011 wurde ein neuer Standort der Schulkooperative in Thun gegründet. Die Standorte Biel und Thun zeichnen sich durch organisatorische und pädagogische Zusammenarbeit aus.

 
N.png

Neue Modelle, Neue Projekte, Neue Perspektiven

2014 startete die Schulkooperative ein Pilotprojekt zum stufenübergreifenden Unterricht der 4-8 Jährigen. Dadurch können Kinder ihrem Entwicklungsstand und ihrem Interesse entsprechend gefördert werden. Zudem führte der Standort Biel 2016 in der Oberstufe den Unterricht im Lernatelier mit Lerncoaching ein. So sollen Schülerinnen und Schüler zunehmend Gestalter der eigenen Lernporzesse werden.

Im Jahr 2017 feierte die Schulkooperative dann ihr 20-jähriges Bestehen mit verschiedenen Festanlässen. Bei der offiziellen Veranstaltung im November 2017 wurde das Jubiläumsjahr mit einer offiziellen Veranstaltung abgeschlossen, zu welcher der Amtsvorsteher für Volksschule Erwin Sommer, die für uns zuständige Schulinspektorin Marianne Fankhauser und der emeritierte Professor für Erziehungswissenschaft Fritz Oser Grussworte und Vorträge beitrugen.

Zudem erhalten die beiden Standorte ab dem Schuljahr 2017-2018 aufgrund ihrer Schüleranzahl (mind. 100) und ihrem 20-jährigen Bestehen kantonale Beiträge.  

Ein Höhepunkt in der Geschichte der Schulkooperative war das multi-mediale Theaterprojekt „Zivilcourage in einer gespaltenen Welt”. Neben sechs weiteren ausgewählten - von insgesamt 33 eingegangenen - Projekten kam die Schulkooperative Biel mit ihrem Projekt zu kantonalen Beiträgen. Ziel des tête-à-tête-Wettbewerbs des Amtes für Kultur der Erziehungsdirektion des Kantons Bern war es, Schülerinnen und Schülern eine langandauernde aktive Auseinandersetzung mit kulturellen und künstlerischen Inhalten zu ermöglichen. An den vier Theateraufführungen zur Thematik des Ersten Weltkrieges tauchten im Sommer 2018 insgesamt über 1200 Zuschauerinnen und Zuschauer in eine andere Welt ein. Projektverantwortlich waren Künstlerinnen und Künstler, die selbst Abgängerinnen und Abgänger der Schulkooperative sind. (Mehr dazu finden Sie unter “Highlights”.)